A. Maeder
Schon vor A. Adler hatte A. Maeder den Traum als eine autosymbolische Darstellung der aktuellen Libidosituation, welche dem Bewusstsein übermittelt wird oder als Selbstdarstellung der aktuellen Unbewußten Situation - in symbolischer Form aufgefasst.Er hat ferner einer Gruppe von Träumen die Funktion der Vorübung und Vorbereitung zur späteren Wachtüchtigkeit zuerkannt. Sie suchen und geben Lösungsversuche der aktuellen Konflikte.
Soweit die Träume als Lösungsversuche der schwebenden seelischen Konflikte aufgefasst werden, kommt in ihnen eine prospektive (vorausschauende) Funktion zum Ausdruck.
Sie bietet dem Ichbewusstsein eine mahnende, warnende, korrigierende, aber trostspendende, stützende Hilfe.
Er ging von der richtigen Beobachtung aus, dass manche Träume Lösungsversuche von Konflikten enthalten, die späterhin wirklich durchgeführt werden, sich also wie Vorübungen zu Wachtätigkeiten verhalten.
Wir müssen von der starren Formel des Traumes als Wunscherfüllung und als einseitig infantil aufgefasstes Geschehen abrücken und erkennen, dass es Träume gibt, in denen eine progressive, vorwärtsgerichtete Bewegung der Libido das Bild eines ersehnten Zieles oder auch das Streben nach einer Verwirklichung zum Ausdruck gebracht wird.
Neben der Vergangenheit beschäftigt uns auch unbewusst die Zukunft.
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